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Autor Thema:Kleiner Erlebnisbericht von meinem letzten Urlaub mit Aldi-Reisen
franz.grau-
mann
Administrator
Beiträge: 2
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Beitrag Kleiner Erlebnisbericht von meinem letzten Urlaub mit Aldi-Reisen
am October 8, 2012, 18:28
Zitat

Na, mal ein kleiner Erlebnisbericht über mein „Erholwochenende“ im **** Spa(r)-Hotel Viktoriaquelle in Fürstenzell,
Bei der Ankunft gab‘ s schon den ersten Stress, nicht Bademäntel und Handtücher für 5€ wie auf der Homepage angekündigt, sondern nur Bademantel und 1 Handtuch, aber um die 5€ lohnte es wirklich nicht zu streiten, aber dass selbst die XL-Bademäntel nur so groß waren, dass Sie knapp meiner Frau passten, und selbst auf Nachfrage im gesamten Hotel keiner aufzutreiben war, in den ich halbwegs hineingepasst hätte, war schon schlimmer. Dann kam ich mir vor wie im Ferienlager, weil wir schon bei der Ankunft gleich an der Rezeption unsere Massagetermine bekamen, eigentlich hätte ich gern meine Zeit selbst geplant, aber das ist wohl in diesem Hotel nicht vorgesehen?
Na gut, weiter auf das Zimmer, die Homepage sagt dazu folgendes:
“ In jedem unserer 33 Zimmer erwartet Sie eine persönliche Atmosphäre und wohliger Luxus“
Hmm, ich weiß ja nicht wo, aber davon war dort wirklich nicht viel zu spüren, und von wohlig schon gar nicht. Am Anreisetag herrschten Außentemperaturen von 10 Grad Celsius und im Zimmer etwas 15 Grad Celsius, ein Versuch, dieses doch sehr erfrischende Zimmerklima mit Hilfe der Heizung zu durchbrechen, scheiterte daran, dass diese nicht in Betrieb war und kalt blieb!
Na gut, dachten wir uns, gehen wir was essen, da wird schon geheizt sein. Am ersten Tag durften wir aus zwei(!) Essen wählen, an den anderen Tagen auch mal aus drei, eine Speisenfolge À la carte gab es nicht, was ich schon bemerkte, als ich versuchte, eine Speisekarte von der Homepage downloaden.
Nun, wir betraten also das Restaurant, einer von zwei Kellnern kam auf uns zu und konstatierte, zwei Personen? Ob so viel Rechenkunst war ich schlicht sprachlos! Nach einen Rundblick im ersten Raum des Restaurants und der Einsicht, dass hier wohl für uns kein Platz mehr wäre, sagte er zu uns: “Kommen Sie mal mit!“ Eine merkwürdig rustikale Sprechweise für ein ****Restaurant, aber naja? Danach fragte er uns, welches Menü wir gewählt hätten, wir sagten es ihm, und dann kam die nächste Frage: „Wollen Sie auch etwas zu trinken?“ Ich bejahte, indem ich mit der Gegenfrage antwortete: „Ja, oder meinen Sie, wir wollen das Essen trocken hinunterwürgen? Sie haben doch sicherlich eine Getränkekarte?“ Kurze Zeit später kam er mit zwei Karten wieder an unseren Tisch, legte mir eine hin und gab die andere am Nachbartisch ab!! Meine Frau war es wohl nicht wert, in die Karte zu schauen! Nachdem ich einen Blick hineingeworfen hatte, verstand ich ihn besser, er hatte wohl Angst um die Gesundheit meiner Frau und hielt mich wohl für den robusteren Typ. Immerhin, eine Flasche Wein, der aus unserer Heimatregion kam und hier für so zwischen 3€-5€ zu haben ist, kostete schlichte 26,95€, als ein Herr an einem der Nachbartische einen Wein bestellen wollte, und nach dem Jahrgang des Weines fragte, sagte der Kellner nur, da müsse er Fragen gehen. Kurze Zeit später kam er mit der Nachricht zurück, dass auf der Flasche kein Jahrgang stehen würde!! Ich habe das dann nicht weiter verfolgt, aber ich glaube auch, dass dieser Herr wohl auch auf das eher zweifelhafte Vergnügen verzichtete, eine Flasche dieses Weines zu ordern!
Am zweiten Tag benötigten wir für das 3-Gänge-Menue von 17:30 bis 18:40, wobei ich auf den Nachtisch geschlagene 50 Minuten wartete, auf meine Frage an den herbeigerufenen Kellner, ob das Restaurant die Sterne des Hotels teile(also auch **** hätte) fragte er mich, was ich damit meinte? Als ich daraufhin sagte, dass ich bereits seit 50 Minuten auf meinen Nachtisch wartete, grinste er mich nur an, drehte sich wortlos um und lies uns am Tisch sitzen, den Nachtisch brachte dann innerhalb von 3 Minuten der andere Kellner.
Am ersten Abend fragte ich, ob es möglich sei, die Rechnung vom Abendessen auf das Zimmer buchen zu lassen? Meines bisherigen Wissens ein ganz normaler Vorgang, aber nicht in diesem Etablissement. Leider wäre so etwas nicht möglich, der Restaurantcomputer wäre nicht mit dem Hotelcomputer vernetzt(und außerdem bekommen wir ja da kein Trinkgeld) Komischerweise fragte am dritten Tag unseres Aufenthaltes eine Dame vom Nebentisch, ob eben dies möglich sei, und schon brachte er eine Rechnung, welche diese unterschrieb, und somit genau das tat, was 2 Tage vorher nicht möglich war! Als wir auf unseren Nachtisch 50 Minuten gewartet hatten, bestellte ich zur Sicherheit auch gleich die Rechnung, welche auch sofort gebracht wurde. Ich gab natürlich kein Trinkgeld, was den Kellner dazu brachte, etwa 1 Minute laut klimpernd in seiner Börse herumzusuchen, bis er dann endlich ein Einsehen hatte, dass mir das keineswegs peinlich war und ich mich auch damit nicht dazu bewegen ließ. Ihm ein Trinkgeld zu geben.(Der Trick ist so steinalt, das er sogar schon bei den Pharaonen unter Strafe stand!) Einige Mitgäste, mit denen wir ins Gespräch kamen, berichteten u.A. auch von einem klebrigen Fleck auf ihrem Tisch, den sie über mehrere Tage hinweg beobachteten und schon Wetten abschlossen, ob er noch da wäre, oder ob er schon einmal dem nassen Lappen eines Kellners oder wem auch immer zum Opfer gefallen wäre. An einem Abend fanden Sie das Spiel wohl nicht mehr amüsant, und forderten einen Kellner höflich auf, diesen Fleck doch einmal wegzuwischen, was beim ersten Versuch nicht wirklich klappte, erst als sie den anderen Kellner ansprachen, entfernte dieser dann den Fleck. Eben diese netten Damen hatten dann auch den Chef des Hauses mitten im Lokal stehen sehen und genussvoll eine Zigarette rauchen. Was ja nicht schlimm wäre, soll er doch mit seiner Gesundheit machen was er will, tja wenn nicht im ganzen Haus explizit Rauchverbot geherrscht hätte! Es gäbe sicherlich noch eine Menge zu bemerken, was wir in diesen § Tagen erlebt haben, aber ich denke die hier angeführten Sachen sprechen schon eine sehr deutliche Sprache. Von Frühstücksbuffet, was zu großen Teilen aus Aldi oder Lidl Wurst und Käse bestand, und dass es im Frühstücksraum durch das Glasdach regnete, so dass meine Frau gezwungen war, sich auf einen anderen Stuhl zu setzen, will ich gar nicht erst erzählen.
Allerdings muss ich zur Ehrenrettung der verantwortlichen Damen vom Frühstücksbuffet sagen, dass sie sich redliche Mühe gegeben haben.
Auf der Homepage des Hotels liest sich diese Sache dann so:
„Liebe Gäste,
damit dem Gaumen nicht langweilig wird,
wird unsere Speisekarte wöchentlich
geändert.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Ihr Team Hotel ViktoriaQuelle“

„und unsere gepflegte Gastronomie lassen keine Langeweile aufkommen“
Aber lassen wir einfach mal das Essen und das Drumherum, am zweiten Tag war dann die Heizung wenigstens schon handwarm.
Ich wollte ja ein Wellness-Wochenende buchen, und das war ich definitiv am falschen Fleck!
Von solchen Versprechungen geleitet, Entschuldigung in die Irre geleitet sollte es wohl besser heißen,

„Wellness- oder Kururlaub auf höchstem Niveau“
„Unser Wellnessangebot lässt keine Wünsche offen“

mussten wir eine herbe Enttäuschung erleben. An verschiedenen Stellen im Hotel waren unterschiedliche Anschläge angebracht.
So z.B. an der Rezeption, dass bei schönen Wetter der Saunabereich nur von 1800 bis 2100 zu nutzen sei, oder direkt in der Sauna ein Anschlag, das auf Grund der geringen Nachfrage ab dem 01.05.2012 die Nutzung der Sauna nur in der Zeit von 1800 -2100 Uhr möglich sei.
Nun können Sie sich sicherlich vorstellen, wenn man dann noch bei Tisch auf den Nachtisch 50 Minuten warten darf, was Sie dann für eine Laune haben.
Merkwürdigerweise hatte der Geschäftsführer, welcher am Empfang saß immer komischerweise Ausreden für diese Sanktionen. Es wäre nur für die Außerhausgäste, das wäre keineswegs so, als ich am nächsten Tag nach dem Zettel in der Sauna schauen wollte, war dieser schon abgerissen, aber der an der Rezeption hing noch, na auf jeden Fall war und bin ich ernstlich sauer, denn aus dem Wellnesswochenende ist ja nun gar nichts geworden, und die Anlage an sich ließ nicht keine Wünsche offen, sondern alle!!
Die Dampfsauna………………
Eine Dampfsauna ohne Dampf mit einer ungefähren Temperatur von etwa 30 Grad Celsius, alle Birnen herausgeschraubt, übrigens in allen Saunen stockdunkel! Auf meine Beschwerde am Abreisetag hin, an dem sich wohlweislicher weise der Chef nicht am Empfang aufhielt, sagte mir dann die dort sitzende Dame, dass sie das wohl wüssten und da müsste wohl mal ein Techniker vorbeikommen und danach schauen? Nun ich sagte ihr dann, das schauen wohl nicht reichen würde, er werde die Sauna wohl lieber reparieren!

Die finnische Sauna………….
Laut Aussage des Schildes an der Tür sollten da zwischen 95 Grad Celsius und eine Luftfeuchte von 10 – 12% herrschen. Tatsächlich waren es nie mehr als 84 Grad Celsius aber dafür immer eine Luftfeuchte von 42-45%, selbst für geübte Saunagänger ein hartes Brot. Die Sanduhren im Innern der Sauna blieben entweder stehen oder zeigten nach 11 Minuten in der realen Welt an, dass gerade einmal 3 Minuten vergangen wären. Und natürlich kein Licht!
Das Sanarium…………..
Lt. Schild 55Grad Celsius und 50-60% Luftfeuchtigkeit
Tatsächlich waren da so um die 35Grad Celsius darin und etwas 20% Luftfeuchtigkeit, als ich dort den Versuch unternahm, sanft anzuschwitzen, schlief ich dabei ein, und meine Frau weckte mich nach ca. 20 Minuten, weil es ihr zu langweilig wurde und sie nicht einmal ansatzweise schwitzte. Als kleines Schmankerl waren sämtliche Birnen, welche das Sanarium mit einer Lichttherapie kombinierten, herausgeschraubt.
Eben ein echtes Spa(r)-Hotel.
Sehr zufrieden war hingegen meine Frau mit der verabfolgten Massage, diese wäre wohl sehr lobenswert gewesen!
Ja, was bliebe noch zu erwähnen? Das der Hotelmanager/Pächter den ganzen Tag in einer Freizeitkluft, welche stark an einen Trainingsanzug erinnerte, herumlief, und uns auch in dieser Kluft am ersten Abend empfing? Die Klospülung, die so eingestellt war, dass man zum Spülen ständig drücken musste, weil man damit halt Wasser sparen kann? Das Restaurant, welches bis 2100 nur geöffnet hat, damit man gar nicht erst auf die Idee kommen könnte, mal gemütlich eine Flasche Wein zu trinken? Die Spinnweben an der Decke im Zimmer für die wohlige Atmosphäre, oder die ca. 20 Flecken von erlegten Mücken an der Decke?
Oder vielleicht noch, dass wohl aus Kostengründen die Brauchwasserentgasung abgestellt war, so dass sowohl beim Duschen, Händewaschen oder auch nur bei Betätigung der Klospülung das gesamte Hotelzimmer nach faulen Eiern also nach Schwefelwasserstoff roch, was ja bei einer Schwefelquelle wohl nicht so ungewöhnlich ist, aber wiederrum sagt die Wikipedia dazu folgendes:
„Schwefelwasserstoff ist ein äußerst giftiges Gas, das zur Schwefelwasserstoffvergiftung führen kann“
Sollte es jemand interessieren, hier der Link
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwefelwasserstoff

Wie soll ich also sagen, für 318€ ein echt gelungenes verlängertes Wochenende, an dass ich mich wohl mit Grausen noch sehr lange erinnern werde, mein spezieller Dank geht an Aldi-Reisen, die es mir ermöglichten, dies kennenzulernen. Wenn ich daran denke, dass dort Menschen für ein verlängertes Wochenende Cleopatra knapp 500€ auf den Tisch gepackt haben, pro Person, versteht sich, kann ich von Glück reden, dass ich so preiswert weggekommen bin, oder sollte man in diesem Fall doch lieber sagen BILLIG!
Ach ja, noch ein Nachsatz, viele Mitgäste, mit denen wir uns unterhielten, waren sich nicht klar, wie dieses Hotel zu 4* gekommen sein könnte? Meine Erklärung fand im Allgemeinen bei den meisten Zustimmung, als ich sagte, dass der Hotelchef wohl dem Prüfer, welche die Sterne vergibt ein paar aufs Licht gehauen hat, und als der noch unter dem Einfluss des Schlages dann die Sterne zählte, welche er sah, hat er wohl die 4 * vergeben 

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