Eine der übelsten Abzocken überhaupt Das Spiel mit der Hoffnung auf Schlank sein

Also, gerade eben habe ich auf Spiegel.de den Artikel “Der Super-Mond ist aufgegangen” gelesen, da fiel mir etwas ins Auge, und ich klickte einfach mal darauf, weil es sich halbwegs verrückt anhörte. Dann landete ich auf dieser pseudowissenschaftlichen Seite

http://www.gesundheitsnachrichten.co/de/?t202id=433965&t202kw=1_methode

Ich las mir das Alles ziemlich genau durch und fand es einfach zu gut, als das es wahr sein könnte, vor Allem der Bezug auf ORAC und seine Wirkung war sehr nebulös gehalten. Also wollte ich einen Kommentar dazu abgeben und schrieb folgendes:

Hallo,
nett zu lesen, aber Ihr solltet wenigstens 1 oder 2 Artikel posten, dass es nicht so gut geklappt hat, klingt viel glaubhafter, als nur Artikel zu posten, wie gut das Zeug angeblich ist!
Außerdem vermisse ich den link zu den klinischen Studien, keine Namen, wer die durchgeführt hat, keine Angabe der Klinik, wo die durchgeführt wurden, alles mehr als suspekt!
Vielleicht in einer Klinik in Indien, da ist es nicht all zu schwer in 2 Wochen 10kg zu verlieren! Oder bei irgend einer Missionarsstation irgendwo in Mittelafrika?
Ich gehe für das Geld lieber mit meiner Frau etwas ordentliches beim Griechen essen, als Ihnen das Geld in den Rachen zu stopfen! ORAC und dessen Wirkung haben etwas mit freien Radikalen zu tun, dass stimmt schon, aber wäre es da nicht wesentlich gewinnbringender, anstatt auf die Fettleibigen zuzugehen, dass mit der krebsheilenden Wirkung zu versuchen und mit der Vorbeugung, weil das kann man wenigstens noch nachlesen und ist wirklich mit Studien belegt?

Als ich den Kommentar absenden wollte, stellte ich fest, dass das Alles nur schau war und nichts mit irgend welchen Kommentaren hinzufügen und die in der Kopfzeile angegeben Anzahl von 75/75 ändert sich nicht, und man kann auch die vorhegenden nicht aufrufen! Ist j auch klar, dann kämen vielleicht Menschen zu Wort, die das Zeug schon ausprobiert hatten ohne jeden Erfolg! Also Abzocke übelster Art, und die größte Frechheit, ein like-Button für Facebook!!

Also das ist nun die absolute Frechheit, in der Hoffnung, dass wirklich niemand auf diesen Schwindel hereinfällt!!

Oje, gerade eben habe ich gesehen, dass es angeblich schon 404 likes bei Facebook für diesen Schwindel gibt!! Leute, bevor Ihr auf irgendwelche like-Buttons drückt, versucht doch bitte mal das Gehirn aus dem Nachtschrank zu nehmen, einsetzen, einschalten und das, was Ihr da gelesen habt, einfach mal versuchen zu verstehen. Wenn für 100€ jeder schlank sein könnte, wie er will, würde es jeder machen, und als allererstes würden sämtliche Frauenzeitschriften den Leuten, die das erfunden haben 10 Mio Euro geben, damit sie die Klappe halten!! Weil, wenn niemand mehr dick wäre, wer würde dann noch die Frauenzeitschriften kaufen, in denen jede Woche aufs Neue aberhunderte von Diäten angespriesen würden! Was wären da schon 100€ für Schlankheitspillen, die ohne Diät und Sport wirken??

In diesem Sinne!!

Franz.Graumann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiterer Wellnessversuch im RappSoDie – Bad Rappenau

Ein weiterer Wellnessversuch

RappSoDie – Bad Rappenau

Wellness-oase – wüste oder Krematorium

 

Aufgestachelt durch die Werbung von Groupon hatte ich die Idee, meiner Frau zu Ihrem Geburtstag einen Wellness-Tag zu schenken. Nun, rückblickend kann ich wohl bemerken, nicht eine meiner besten Ideen.

Aber fangen wir vom Anfang an. Das Angebot klang ziemlich verführerisch, ein Tag für 2 in einem renommierten Wellnesstempel für 28€, naja, warum nicht, zumal ich mich immer noch auf der Suche nach einer vernünftigen Sauna befinde.

Nun, rückblickend kann ich wohl bemerken, dass dieser Versuch ein Fehlversuch war.

Zur Erklärung, Maßstab der Dinge ist und bleibt die Kristallsauna in Bad Klosterlausnitz, meine vorherige Stammsauna, aber einmal der Reihe nach.

Erstaunlich war für mich schon, dass es im Onlineangebot der RappSoDie keinen Aufgussplan und auch keinen Lageplan des Bades, oder besser gesagt der Einrichtungen des Bades gab.

Nun, nachdem ich da war, kann ich auf jeden Fall das letztere erklären. Für einen Lageplan braucht  ein 3D-Modell des Bades, da es so verwinkelt und über ich schätze 6 Ebenen gebaut ist, dass es in einem Lageplan nicht darzustellen ist, sondern höchstens in einem 3-D-Modell.

Aber, wie gesagt, der Reihe nach.

An das Bad kann man nicht heranfahren, da es inmitten von Reha und anderen Kliniken liegt, so ist ein Fußmarsch von ca. einem halben Kilometer angesagt, bis man vor der Tür des Bades steht. Check-in mit dem Gutschein ohne Probleme, aber scheinbar verabsäumte es die Dame am Empfang uns darauf hinzuweisen, dass man sich vor dem Besuch der Salzgrotte eine viertel Stunde vorher an der Rezeption zu melden hat. Erstes Problem, aber egal, erst einmal hinein, und sich umziehen, sehr übersichtlicher Kleidungsaufbewahrungsraum, ok. Dann, nach dem entledigen der Kleidung, wohin? Aha, an der Decke sind schon mal Wegweiser, also folgen, hmm, also da geht’s zur Sauna, Zugangskontrolle via Armbandchip, ok. Ja, also durch, eine Tür geht auf und man steht in einer Gaststätte, ziemlich deplatziert mit Bademantel, so der erste Eindruck. Nach dem ersten Schreck geht es eine Etage tiefer in die Sauna, schon merkwürdig, die Einrichtung und der Zugang.

Also ok, eine Etage tiefer steht man dann in der Sauna……………

Der erste Eindruck………….. überall Gepäcknischen in den Wänden irgendwie  Liegen, eine Rezeption, eine Ruheraum und 3 Duschen, ein Tauchbecken und 3 Saunen, aha, mehrere Fußbecken………

Na, wie gewohnt erst einmal eine Liege sichern, man will ja schließlich wissen, wo man den Tag verbringt. Dann ein kurzer Blick auf den Aufgussplan, aha, steht nichts an, also erst einmal Nasssauna.

Halt, da war doch noch um 1200 der Aufenthalt in der Solegrotte, also erst einmal dahin, ok? Wohin?

Eine Frage bei den Bademeistern brachte wenigstens eine ungefähre Richtungsbestimmung. Meine Frau hatte Ihre blauen Füßlinge in der Aufregung irgendwo vertan, oh, die Dame am Empfang war gerade mit unschlüssigen neuen Gästen beschäftigt. Meine Frage wehrte Sie erst ziemlich unwirsch ab, aber mein Hinweis, dass wir für 1200 die Solegrotte gebucht hatten, brachte Sie dazu, uns umgehend ein Paar Ersatzfüßlinge zu geben und uns zu sagen, dass wir spät dran wären, da die Dame von der Rezeption mit den anderen Gästen schon hinunter gegangen wäre. Wir sputeten uns und verliefen uns auf Grund der sehr ungenauen Ausschilderung. Allerdings begegneten wir einer Masseuse, welche uns dann den richtigen Weg wies. Dabei begegneten wir dann der Dame von der Rezeption, welche uns dann in die Salzgrotte brachte.

Salzgrotte…….. Ja, es gibt da eine Menge Salz………… Mikroklima?????? Naja, als wir dort hereinkamen musste ich mal kurz husten und dann, naja 22 Grad Celsius, recht angenehm, aber 3 Tage am Meer, ich weiß ja nicht…………… viel gemerkt habe ich nicht davon und viel anders fühlte ich mich danach auch nicht, wer weiß?

Ok, also zurück in den Ruheraum zu unseren abgelegten Sachen, so dachte ich……..

Naja, nicht wirklich, unsere Sachen lagen auf einen Tisch, mit den Hinweis, dass das Personal die Sachen abgeräumt hatte, um ein reservieren von Liegen zu vermeiden und auch anderen Gästen die Möglichkeit zu geben, Liegen zu nutzen………..???? Ok, Es waren aber noch mindestens 10 Liegen im Raum frei, die ungenutzt waren, ohne dass sie jemand abgeräumt hatte…………. Andere Länder, andere Sitten, ok, muss man damit leben.

Meine Frau war mittlerweile schon einmal vor der Tür, um eine zu rauchen, und hatte so schon bemerkt, das der hiesige Saunagarten in mehreren Etagen mit einem Höhenunterscheid von ca. 10m angelegt war, was ihr mit ihren Kniebeschwerden unheimlich verlockend vorkam.

Ich versuche es einfach einmal damit zu beschreiben, dass sich die Begeisterung für ihr Geburtstagsgeschenk in Grenzen hielt. Wir besuchten also die Nasssauna, und schwitzten dort erst einmal vernünftig an. In den Duschen auf der Hauptetage gab es nur ganz kalt oder in der Reinigungsdusche ganz warm, beides sagte mir nicht wirklich zu. Und das Tauchbecken war so kalt, dass mir die Beine wehtaten, als ich hineinstieg. Also suchte ich erst einmal einen Platz, an dem wir unsere Taschen abstellen konnten und verfügten uns auf zwei Liegen. Danach versuchte ich meine Frau zu überreden, in den Kaffeeaufguss mit zugehen, aber sie hatte keine Lust, Treppen zu steigen, also ging ich allein. Auf meine Frage, wo sich denn die Sauna, in der der Aufguss stattfindet, befindet, erntete ich eine Beschreibung, die mich zu der Frage veranlasste, ob ich dafür einen Busfahrschein benötigte. Auf Grund der Zusicherung des Bademeisters, dass dies nicht so sei, entschloss ich mich doch, an dem Aufguss teilzunehmen.

Eine mittelgroße Sauna mit 90 Grad Celsius, halbwegs gefüllt. Die Bademeisterin kam rein, stellte sich und ihr Aufgussmittel kurz vor und goss dann aus einer Kaffeekanne eine farblose Flüssigkeit auf. Das reizte mich zu der meines Erachtens witzigen Aussage, dass ich diese Sorte Kaffee kenne, die gäbe es an jeder Tanke………..

Eisiges Schweigen antwortete mir, nur mein direkter Nachbar schaute kurz auf und schenkte mir den Anflug eines Lächelns, alle anderen konzentrierten sich eisern aufs Schwitzen und ignorierten ehern ihre Umwelt. Nicht nur meinem Nachbarn, sondern auch die Bademeisterin hatte ich mit meinem Humoranflug etwas aus dem Tritt gebracht, aber das erfuhr ich erst später.

Nun, der Kaffeeaufguss roch wie eine explodierte Kaffeemaschine mit einem Schuss angebranntem Karamell, naja, wer es mag? So ganz mein Ding war es nicht. Nach dem Aufguss gab es dann noch einen Gutschein über 1€ für eine Kaffeespezialität, ich denke, das war bei weitem das Beste am gesamten Aufguss. Ich ging wieder zu meiner Frau, suchte mir mein Handtuch wieder zusammen, welches wieder von der Liege entfernt wurde, und ging mit meiner Frau in die Gaststätte, zwecks Einlösung des Gutscheins und etwas Essen. Das Tagesgericht Entrecote gab es so nicht mehr, das Kaisergemüse war alle, ersatzweise sollte es dafür einen Salat geben, da mir diese Zusammenstellung  des Menüs zu abenteuerlich war, verzichteten wir darauf und wählten gebratene Champignons mit Reishut und Walnüssen, was sich im Nachhinein als sehr wohlschmeckende Wahl herausstellte. Der Pott Kaffee entpuppte sich als halb gefüllte größere Tasse für 2,20€! Ich rege mich schon an der Tanke auf, wenn ich für einen großen Kaffee (400ml) 3,85€ bezahlen soll, aber wenn man das mal hochrechnet, ist das ja geradezu ein Schnäppchen! Da käme man auf 9€ für diese Menge Kaffee! Aber, was solls, meine Frau brauchte das, also nicht verhandelbar.

Nach der Aufbuchung auf meinen Armbandchip begaben wir uns wieder in den Saunabereich, wo natürlich unsere Handtücher mit einem Hinweisschild auf dem Tisch lagen, obwohl von den 12 Liegen 8 frei waren. Ich schaute, ob es einen Aufguss gab, und versuchte meine Frau zu bewegen, mitzugehen. Der Aufguss fand im Kelo-Haus statt. Die Beschreibung des Bademeisters, wie ich da hinkam veranlasste mich zu der Frage, ob ich ein Busticket benötigte.

Nachdem ich den Höhenunterschied von 8m überwunden hatte, nahm ich in der Sauna Platz und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Es war ein Kräuter-Sole-Dampf-Sud oder so etwas Ähnliches. Tatsächlich stand eine Metallschüssel auf den Steinen, ja, nach Aussage des Bademeisters voller Sole und frischer Kräuter(?), von der Wiese konnten sie nicht sein, da standen noch keine. Und dann hatte er da noch einen Eimer mit Alpenkräuteressenz mit. Nach dem Aufgießen roch es wie aufgelöste Ricola-Bonbons. Alle schwitzten schweigend vor sich hin, und auch der Bademeister löffelte in ehernen Schweigen den Aufguss auf die Steine. Ich erlaubte mir dann, dieses Schweigen mit einer Frage an den Bademeister zu unterbrechen, was denn das nun bewirken soll, was er da anstellt. Unwillig antwortete er mir, dass er mir das später draußen erklären wollte. Empört war er über meine Antwort, als ich sagte, dass er wohl nicht multitaskingfähig sei, ich könnte schwitzen und zuhören. Der Rest des Aufgusses verlief in eisigem Schweigen. Daher meine am Anfang gestellte Vermutung, dass es sich hierbei nicht um eine Wellnessoase sondern höchstens -wüste handeln könnte, oder viel eher um ein Krematorium.

Nach dem Aufguss kletterte ich die 8m wieder nach oben, suchte mir mein Handtuch wieder zusammen und ruhte mich aus. Erklärend muss man hier noch hinzufügen, dass es in der gesamten Saunaetage keinen Sitzplatz außer vor den Fußtauchbecken gab. Außer an einem Tresen, der komplett mit Taschen zugestellt war, gab es nur die 12 Liegen mit Blick aufs Bad und den Ruheraum, in der Savannensauna dito, zum Sitzen musste man sich entweder in eine Sauna oder in die Gaststätte begeben. Sehr umsatzfördernd………..

Naja, also vor dem nächsten Aufguss sprach ich einmal mit der Bademeisterin. Jetzt erfuhr ich, dass es außergewöhnlich verpönt ist, bei den Aufgüssen zu sprechen, das störe die Konzentration. So erfuhr ich also, dass wir seit Jahren falsch schwitzen. Ich war doch glatt der Meinung gewesen, dass es sich hierbei um einen Wellnesstag handeln sollte, also ein Tag, der der Erholung, der guten Laune und vielleicht mit einer guten Unterhaltung abgerundet werden könnte. Vielleicht auch mal einen guten Scherz, über den man gemeinsam lachen kann. Nein, nein, in eisigem Schweigen schwitzen. Nun, ich überredete meine Frau doch noch bei dem Spezialaufguss mitzumachen, also nur 3m in die Savannensauna hinunter zu klettern.

Der Aufguss war, im Gegensatz zu der Ansage nicht nur 8 Minuten lang sondern gute 11, und das Spezial bestand aus einer Salz-Honig-Mischung, mit welcher man sich auf die Haut reibend peelen durfte. Nachdem ich das hinter mich gebracht hatte, sprach ich noch einmal kurz mit der Bademeisterin und schlug ihr vor, am Ende des Aufgusses nicht jeden Badegast einzeln drei eigene Handtuchschwünge zu geben, sondern mit zwei Runden Hubschrauber würde sie den gleichen Effekt erreichen, und würde in der Zeit bleiben. Daraufhin erklärte mir die Bademeisterin, dass es da sehr genaue Vorschriften über den Ablauf des Aufgusses gäbe und sie keine Möglichkeit hätte, davon abzuweichen. Unsere Unterhaltung wurde in nicht einmal normaler Gesprächslautstärke geführt, dennoch zischte uns aus der Liegeecke jemand an, weil wir ihm wahrscheinlich beim Schwitzen störten.

Nun, nach noch einmal Nasssauna verließen wir diese gastliche Stätte, beglichen unsere Rechnung und tappten wieder zu unserem Auto und fuhren nach Hause.

Zwei Ergebnisse hat dieses Wochenende dennoch gebracht, erstens, ich sauniere seit mindestens 20 Jahren falsch, ich dachte immer, dass wäre ein angenehmes Erlebnis, alles völlig falsch, und zweitens, für 58€ für 2 Personen gehe ich da nicht wieder hin und lasse mir den Mund verbieten, das kann ich an anderen Stellen preiswerter haben. Als Nebenergebnis wäre noch zu bemerken, dass ich  mich durch das Klettern im Außenbereich eine Erkältung geholt habe.

Ergo, weitersuchen, es muss doch hier in der Gegend so etwas geben wie die Kristallsauna Bad Klosterlausnitz…………….

Wellnes im miramar Weinheim, so dachte ich??

Kleines Wochenenderlebnis in einer Kristalltherme

Tja, eigentlich sollte es ein erholsames Wochenende werden, da ich sowieso in der Nähe von Darmstadt einen Einkauf von eBay abzuholen hatte, dachte ich, auf dem Rückweg in der Kristalltherme Miramar in Weinheim vorbei zu schauen und ein erholsames Wochenende zu verbringen. Ich war wohl davon ausgegangen, dass Kristallthermen immer über einen hohen Standard verfügen, aber man kann sich wohl nicht darauf verlassen. Der Werbeslogan

„miramar ……….mehr als ein Tag Urlaub“ müsste wohl eher umgedichtet werden in

„miramar …………..danach braucht man einen Tag Urlaub“

Naja, aber mal der Reihe nach. Beim Eintritt kam schon das erste Problem, keine Bezahlung mit Kreditkarte, nur mit Maestro-Karte, aber das war ja nicht soo schlimm. Die Schrankreihen, in denen man die Anziehsachen unterbringen musste, waren da schon grenzwertiger. Also die untere Schrankreihe zu benutzen war nur mit Verrenkungen möglich, da es so wenig Platz gab, dass man sich nur mit Mühe bücken konnte. Aber auch das war zu meistern, nach einer Runde im Spaßbad, welche beinahe unsanft geendet hatte, weil mich ein paar Kinder mit Reifen fast ins Wasser geschubst hätten, weil der Weg zur Sauna nur sehr mangelhaft ausgeschildert war. Gleich im sagen, denn freie Liegen oder auch nur Sitze sind in der Sauna echt Mangelware. Insgesamt ist das Platzangebot vielleicht im Sommer ganz annehmbar, aber in der Jahreszeit, in der man das Außenrevier nicht nutzen kann, ist es mehr als mangelhaft. Nun, an der Stelle, an der wir Platz genommen hatten, herrschte die Atmosphäre einer Bahnhofshalle, was dadurch noch verstärkt wurde, dass es pausenlos von der Decke tropfte, erst nur gelegentlich, aber gegen Abend dann schon so, wie ein kaputter Wasserhahn, was auch deutlich zu sehen war, weil die Deckenverkleidung aus Holz vollständig verfault war. Ich hatte kein gesteigertes Interesse daran, herauszufinden, ob es nun durch das Dach regnete, oder ob es Kondenswasser war!

Von unserem ersten Saunagang in der Nasssauna waren wir noch recht angenehm überrascht. Danach war es gegen 1400, und ich fragte meine Frau, ob sie Hunger hätte, und so gingen wir in die Gaststätte, Ich entschied mich für eine Pizza Tonno und redete meiner Frau die Nudeln aus und sie nahm auch eine Pizza Vegetaria.  Nachdem diese dann fertig waren und ich sie abgeholt hatte, versuchte meine Frau verzweifelt mit allen Kräften, mit dem mitgelieferten Besteck die Pizza in mundgerechte Stücke zu zerlegen. Ich selbst hatte das Gefühl, dass ich mit dem Messer schon den Teller zersäbelte, anstechen der abgeschnittenen Stücke mit der Gabel war nicht möglich. Der Verzehr zog sich bis 1445 hin, so dass ich den Aufguss in der Sauna Maximus verpasste. So ging ich in die Jägersauna mit 100Grad und schwitze dort redlich. Bis dahin war es ein noch durchschnittlicher Saunabesuch, bis auf das ich nicht verstand, wieso das eine Kristallsauna sein sollte, denn die Ausstattung mit Kristallen war eher spartanisch. Zum Vergleich dient mir da meine ehemalige Stammsauna in Bad Klosterlausnitz!

Zum nächsten Aufguss ging ich in die Sauna Maximus, meine Frau fand 10 Minuten vor dem eigentlichen Beginn keinen Sitzplatz mehr in der Sauna, und ich fand ganz oben neben einer Lampe noch einen Platz. Irgendwann machte ein Typ der vorn rumstand und aussah wie jeder andere Badegast  laut „Psst“! Ich fand das merkwürdig, denn das letzte Mal, dass jemand zu mir „Psst“ gemacht hatte, da war ich wohl noch in der 6.Klasse! Dann meinte der Bademeisster noch, er giest jetzt Kräuter auf, etwas, das gut für die  Atemwege wäre. Nun, keine Ahnung, was er dachte, was er da in das Wasser tat, mit Kräuter hatte es auf jeden Fall ziemlich wenig zu tun. Es roch, als wenn er flüssiges Bohnerwachs, so ein Wischwachs ins Wasser gekippt hatte, ein paar der Gäste, die sich den Duft auf Lunge gegönnt hatten, husteten nicht schlecht! Aber den Bademeister schien das wenig zu interessieren, ungerührt goss und wedelte er weiter! Naja, fand ich schon merkwürdig, schließlich sind doch die Bademeister für die Gäste da und nicht umgedreht. Dass ich mich da wohl in einem Irrtum befand, machte mir der nächste Aufguss dann endgültig klar. Wir wollten unbedingt den Salz-Öl-Aufguss 1745 mitmachen, also gingen wir schon gegen 1730 zur Aufgusssauna, und wirklich fanden wir noch 2 Plätze, meine Frau auf der zweiten Etage und ich ganz oben. Wir warteten also auf den Bademeister, eine Menge Leute, die günstig saßen, gingen immer wieder raus in die kalte Dusche und duschten sich ab, leider saßen wir so ungünstig, so dass wir das  nicht machen konnten. Dann kam der Bademeister und machte ca. 3 Minuten lang Handgelenkgymnastik, er wollte wohl frische Luft reinwedeln, aber da die Sauna die letzten 15 Minuten mit offener Tür war, war dieser Versuch völlig untauglich! Danach schloss er die Tür und lehnte sich gegen den Ofen und wollte irgendetwas erzählen, da ich und alle anderen nun mittlerweile 18 Minuten in der Sauna saßen, unterbrach ich ihn  mit den Worten, er solle doch schon mal etwas aufgießen. Woraufhin der Bademeister, der wohl auf den wohlklingenden Namen Manuel hörte, er wäre nicht da um etwas aufzugießen, woraufhin ich entgegnete, dann solle er sich vom Acker machen und jemand holen, der aufgießen will. Ich bekam zu hören, dass das wohl die Stammgäste wären, die hier solche Forderungen stellten. Ich entgegnete, dass ich zum ersten Mal hier bin und wahrscheinlich auch zum letzten Mal. Manuel sagte dann, dass ihm das egal wäre, er hätte gerade seine Lohnerhöhung bekommen und das Beschwerdebuch läge vorn aus. Inzwischen hatte er es geschafft, das erste Wasser auf den Ofen zu bekommen, und die Becher mit dem Salz-Ölgemisch verteilt. Nachdem er noch ein paar Kellen auf den Ofen gegossen hatte, nahm er sein Handtuch und lies es um seinen Kopf kreisen ohne es wirklich ernsthaft zu bewegen. Danach durften die Gäste, denen es warm genug war, die Sauna verlassen. Als ich an dem Bademeister vorbeilief sagte er mir noch, dass er vorn in der Bademeisterkabine wäre, falls ich ihm noch etwas sagen wolle. Woraufhin ich ihm entgegnete, dass sich das Thema erledigt hätte, schließlich wollte ich nicht sein Freund sein, sondern nur erreichen, dass er seinen Job macht! Und wieder hatte ich das Gefühl, dass hier wohl wieder verkehrte Welt herrschte, die Badegäste schienen wieder für die Bademeister da zu sein und nicht umgekehrt!!

Bei dem nächsten Aufguss in der Sauna Maximus in der auch nur ich wieder und nicht meine Frau einen Platz fand, ignorierte ich einfach wieder das mir die Bademeister mit einem „Psst“ den Mund verbot. Wesentlich schlimmer war, dass beim letzten Verlassen der Badegäste, denen der Aufguss zu warm war, dann von draußen Badegäste hereinstürmten und die freien Stellen wieder füllten, was so ungefähr 5 Minuten in Anspruch nahm, in denen die Gäste, welche sitzen geblieben waren, langsam vor sich hingarten!!

Was wäre noch zu erwähnen, dass Baden im Solebecken? Solebecken? Wohl eher Regenwasserbecken!  Als ich unter dem Soleschwall stand, schluckte ich zufällig etwas Wasser, also, die Ostsee ist wesentlich salziger als diese sogenannte Sole!

Zum Abschluss ging ich noch einmal in die Dampfsauna, und rubbelte mir mit dem Salz das Öl vom Salz-Öl-Aufguss vom Körper, keine Ahnung, was es für Öl war, aber ich benötigte 2 Becher, um es abzubekommen, vielleicht 15W40?

Ach ja, als Schmankerl noch der Abschied, was mir im Hellen bei der Ankunft nicht so aufgefallen war, offenbarte sich dann, als ich das Auto vom Parkplatz holen wollte, eigentlich kein Parkplatz, sondern eher ein besseres Feld mit gelegentlichen Asphaltflecken, und tiefen Schlaglöchern.  Ich tappte, da es dunkel war und den ganzen Tag über geregnet hatte, auf dem Weg zum Auto in zwei riesige Pfützen, top, auch noch nasse Füße, ich fuhr vor zum Eingang, wo meine Frau wartete, weil es regnete, kam aber nicht bis ganz vor, also kam mir meine frau entgegen, lief hinter dem Auto rum, um die Taschen ins Auto zu stellen, und tappte ebenfalls in eine Pfütze, ebenfalls nasse Füße.

Insgesamt gesagt, ein wirklich doch eher nicht gelungener  Tag, an dem das Ziel, einen Wellnesstag zu verbringen und Erholung zu finden nicht erreicht wurde! Zeit und Geld verschwendet!!

 

Als Fazit wäre wohl zu vermerken, wie schon bei der Kristallsauna in Ludwigsfelde, in der die Bademeister auch glaubten, die Gäste wären für die Bademeister da und nicht umgekehrt, letztendlich zahlen wir doch mit unseren Eintrittsgelder auch deren Gehalt, oder?

Vielleicht haben wir wirklich mit unserer Kristallsauna in Bad Klosterlausnitz die absolute Topsauna gehabt, und jetzt kann es nur noch schlechter werden? Oder sollten die wirklich alle Bademeister einmal dahin schicken, um zu lernen, wie man es macht? Das z.B. die Bademeister mit einer Glocke durch die Sauna laufen, damit die Gäste wissen, dass es jetzt einen Aufguss gibt, und wenn es bimmelt, dann gehen die Leute in die Sauna und nicht 20 Minuten vorher, so dass normale Saunagäste nie eine Chance haben, an einem Aufguss teilzuhaben!


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